Eigenbau Hubdach

9. November 2015 at 7:31

Nachdem ich diesen Sommer ca. 4 Wochen in meinem Defender geschlafen habe, kam recht schnell der Wunsch nach einer bequemeren Schlafmöglichkeit im Landy.

Um hier auch mal zu zweit eine Weile verreisen zu können, kam eigentlich nur ein Dachzelt oder ein Klappdach in Frage.

Dachzelt -> pro: demontierbar  & günstg |  contra: nicht über das Fahrzeug heizbar, Fahrzeug muss verlassen werden um ins Fahrzeug zu kommen.

Klappdach -> pro: Kann vom Fahrzeug Innenraum erreicht werden, von innen beheizbar, immer dabei sodas man auch spontan mal im Fahrzeug schlafen kann | contra: kann nur aufwendig demontiert werden, Kauflösung sehr teurer

Klar ein paar Argumente beißen sich (Demontierbarkeit kann ein riesen Vorteil sein birgt aber dann auch die Gefahr es nicht dabei zu haben wenn man es spontan mal braucht….)

Für mich hat sich schließlich das Klappdach als beste Lösung herausgestellt unter der Voraussetzung den hohen Preis zu entgehen.

So hier nun ein kleiner Baubericht über mein selbstgebautes Hubdach. (Leider habe ich nicht so viele Bilder da ich weitgehend alleine gebaut hatte und immer das Fotografieren vergessen habe (-; )

Die Planung für das Dach habe ich weitgehend im Kopf gemacht und nur ein paar Kleinigkeiten vorab skizziert. Daher gibt es keine CAD-Zeichungen und Pläne.

So wurde an einem Freitag im Oktober erstmal schön früh Feierabend gemacht um das Material bei einem Metallhändler abzuholen:

Klappdach Material

Hierbei handelte es sich um 12 Meter U-Profil (50*100*50*5), 12 Meter U-Profil (40*40*40*3) sowie um 6 Meter L-Profil (12*20).

Danach ging es dann ab in den alten Kuhstall meines elterlichen Nachbars um das Dach für die Demontage vorzubereiten. mit einer zweiten Person konnte das Dach recht fix abgehoben werden.

Landy ohne Dach Landy ohne Dach

Die Alu-Profile wurden darauf nach den Maßen im Kopf schon mal grob abgelängt und nach und nach probehalber ans Fahrzeug montiert.

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Als Werkzeug kam hier eigentlich nur die Stichsäge mit extra ALU-Sägeblättern verwendet.

Wie auf den Bildern zu sehen ist die Öffnung des U-Profils beim unteren Rahmen nach innen gerichtet, beim oberen Rahmen wurde sie um das Dach dicht zu bekommen und die Gasdruckdämpfer zu verbergen.

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Am kniffligsten war eigentlich die Blende vorne. Hier ist auch direkt das Tila-Scharnier zu sehen.

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Schweißen lassen habe ich das alles dann von einem Bekannten.

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Nach ein bisschen Bearbeitung mit dem Winkelschleifer mit verschiedenen Aufsätzen sah das Ergebnis eigentlich schon recht nett aus:

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An kleine Träger auf der Innenseite des unteren Profils wurden kleine Halterungen geschweißt um hier 3 Träger für die Liegefläche zu befestigen. Mit dem Profil vorne wird das Bett ca. alle 50cm abgestützt.

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Die für mich lästigste Arbeit war das Lackieren. 1 Schicht Grundierung, 1 Schicht Farbe und 1 Schicht Klarlack haben leider nur zu einem mittelmäßigem Ergebnis geführt.

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Fertig auf dem Fahrzeug montiert sah dann alles so aus:

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Die Dichtigkeit wird durch ein Gummiprofil rundherum im geschlossenem Zustand sowie einer Aluleiste an der Innenseite des U-Profils sichergestellt. Detailbilder kann ich gerne noch hochladen.

 

Letztes Wochenende ging dann an den Stoff (-;

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Mit allem drum und dran bin ich bei dem Projekt bei knapp 900€ geblieben und bin mit dem Ergebnis für das Geld eigentlich recht zufrieden (-: